Die Stadt- und Klosterkirche zu Brehna

Die Stadtkirche von Brehna ist allein von der ehemals bemerkenswerten Klosteranlage übriggeblieben. Sie ist im Ursprung romanisch, wurde jedoch mehrfach umgebaut.
Ihr großer Westquerturm, der wohl auf romanischen Grundmauern ruht, wurde in gotischer Zeit erneuert. Im Turmbau findet sich ein spätgotisches Kreuzgewölbe.
Das Kirchenschiff, ein in der Romanik ursprünglich einschiffiger Bruchsteinbau, wurde in der Gotik nach Norden hin zu einer flachgedeckten, zweischiffigen Anlage erweitert. Im Osten baute man ebenfalls in der Zeit der Gotik , in der Breite des älteren, ersten Kirchenschiffes eine eingezogene, dreiseitig geschlossene Choranlage mit eigenem Satteldach.

Die Ausstattung des Kirchenraumes entstand vorwiegend im 17. und 18. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit verdient der große Altaraufbau aus dem 17. Jh., in den Teile eines recht bemerkenswerten Schnitzaltars vom Beginn des 16.Jh. eingefügt sind. Im Mittelschrein sieht man eine Gruppe, Anna Selbdritt umgeben von zwei unbekannten männlichen Heiligen. In den Seitenflügeln rechts die Heiligen Margarethe und Stephanus, links die Heiligen Georg und Martin. Es ist denkbar, daß dieser Altar zu der Zeit in die Kirche kam oder schon stand, als Katharina von Bora die Schule des Klosters besuchte.

Ein sehr wertvolles Stück der Kirchenausstattung, es handelt sich um eine Stickerei auf Leinen aus dem 15. Jh., befindet sich seit der Jahrhundertwende im Museum der Moritzburg Halle. Mit Hilfe der Stadt und unserem Förderverein soll die Kirche in den kommenden Jahren saniert werden.
Die letzte verbliebene Glocke
Der Hostienschrein im Katharinum