Pilger sind wir Menschen ...

 

 

 


 

Jakobsweg

 

Jakobus der Ältere war der Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome sowie der ältere Bruder des Jüngers Johannes. Jakobus zählte neben seinem Bruder und Petrus zu den drei bevorzugten Jüngern, die bei der Verklärung Jesu und in seiner Todesangst im Garten Gethsemane zugegen waren. Der Überlieferung nach verkündete er nach Pfingsten in der Gegend um Samaria - das heutige Shomron - und Jerusalem das Evangelium, bis er durch König Herodes Agrippa I. von Judäa im Jahr 43 geköpft wurde; Jakobus war somit der erste Märtyrer unter der Aposteln.

In Spanien ist die Überlieferung verbreitet, dass Jakobus dort gleich nach der Himmelfahrt Christi gepredigt und Jünger geworben habe mit der Prophezeiung, dass er nach seinem Tod dort Unzählige bekehren werde. In Santiago de Compostela - Santiago ist der spanische Name für Jakobus - wurde vor dem Bau der Kirche angeblich sein Grab gefunden.

Vom 11. Jahrhundert an wurde Santiago zu einem der größten Wallfahrtszentren des Abendlandes, durch ganz Europa führten feste Wallfahrtswege dorthin; bis ins 15. Jahrhundert zog der Ort mehr Pilger an als Rom oder Jerusalem. In Skandinavien nannte man Spanien zu jener Zeit „Jakobsland“. Die Pilger erhielten am Ziel damals einen Hut, der mit einer Muschel geziert war.

 

Muschel

Die zwei Schilde der Muschel bezeichnen symbolisch das Doppelgebot der Liebe, mit dem der Pilger sein Leben festigen soll:

„Liebe deinen Gott von ganzem Herzen, mit allem, was in dir ist an Leben, an Verstand und an Kraft. Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lk 10,27)

 

Die Autobahnen und Fernverkehrsstraßen sind, vielleicht kann man das so sagen, die Pilgerwege unserer Zeit.

Wir fahren auf ihnen unseren Träumen, Hoffnungen und Wünschen hinterher, auf der Suche nach einem erfüllten Leben, auf der Suche nach uns selbst, vielleicht auf der Suche nach dem einzig Einen, der alles in sich bindet.




 

Lutherweg

 

Seit dem 28.03.08 verfügt unsere Kirche über ein weiteres touristisches Angebot. An diesem Tag wurde der Lutherweg in Sachsen-Anhalt eröffnet. Er führt von Luthers Geburtsstadt Eisleben über eine Nord- und Südroute zu verschiedenen Stationen aus dem Leben des Reformators. Unsere Stadt- und Klosterkirche in Brehna wird als Station 33 der Südroute auf der Wanderkarte geführt.

Der Lutherweg führt zu den Wirkungsstätten Martin Luthers und zu vielen Orten, die mit der Reformation in Verbindung stehen. Darüber hinaus laden viele evangelische Kirchen zur Besichtigung und zum Innehalten ein. Sowohl die großen Stadtkirchen als auch kleine Dorfkirchen eröffnen Ihnen Raum zum Nachdenken und zum Gebet in besinnlicher Stille.
Daneben nimmt auf dem Lutherweg der Gedanke des Pilgerns einen wesentlichen Platz ein. Manchmal müssen wir aufbrechen aus dem, was uns bindet. Manchmal müssen wir uns freimachen von dem, was uns täglich zur Last wird. Manchmal tut es gut, einen neuen Weg zu gehen, um sich selbst wiederzufinden.

"Gastfreiheit ist an allen Orten, wo Kirche ist."

Martin Luther

 

Der Pilgerstempel ist in unserer Kirche erhältlich.

[lutherweg.de]